Der Talk in meinen Yogastunden

Ein Talk gehört zu meinen Yoga Stunden dazu, das habe ich von meinen Lehrern gelernt.

Oft fließen aktuelle Inhalte aus meinem Leben und dann fällt es mir leicht zu sprechen. Manchmal nutze ich Geschichten, um meinen Talk mit Gleichnissen zu gestalten. Manchmal fühle ich mich aber auch einfach leer. Dann ist da gar nichts. Das muss ich dann akzeptieren. Gelegentlich versuche ich es trotzdem. Gehe über meine Grenzen. Dann merke ich schnell, dass ich nicht mehr authentisch bin und fühle mich unwohl.

Yoga heißt, achtsam sein. Die eigenen Grenzen wahrnehmen und akzeptieren. Beginnen, sich selbst gern zu haben, mit allem was da ist. Das heißt nicht, die Dinge zu manifestieren. Das heißt, Dinge für den Augenblick anzunehmen.

Wir brauchen Grenzen, um Demut zu üben. Wir müssen Grenzen testen, um an ihnen zu wachsen.

Warum aber nun der Talk?
Mit dem Talk kann ich Nähe zu meinen Schülern aufbauen. Ich lasse „meine Mitmenschen an meinem Innersten teilhaben“. Ohne Öffnung ist Nähe nicht möglich.

Im Talk möchte ich vermitteln, dass Yoga mehr ist, als nur eine physische Praxis. Mehr ist als nur Asanas.
Natürlich haben wir westliche Menschen vor allem über den Körper Zugang zu uns selbst. Deshalb ist es für uns gut, mit dem Körper zu arbeiten. Aber letztlich ist unser Körper nur das Vehikel, mit dem wir durch dieses Leben „fahren“. Letztlich müssen wir erkennen, dass wir nicht dieser Körper sind.

Und, dass es jenseits der physischen Ebene für uns so unglaublich viel mehr zu entdecken gibt.