Pranayama

In meinen Yoga Klassen stelle ich fest, dass viele Schüler ungern Pranayama (Atemübungen) praktizieren, obwohl Pranayama doch neben den Asanas eine Pflichtpraxis für jeden Yogi sein sollte.

Dazu gibt es eine kleine Geschichte.

Ein Schüler kommt zu seinem Meister und bittet:“Meister, kannst Du mich nicht in die tiefsten Geheimnisse des Yogas einweihen?“ Der Meister ist recht unwillig und schickt den Schüler weg mit der Aufgabe, Pranayama zu praktizieren.

So geht es nun Tag für Tag und der Schüler nervt den Meister solange, bis dieser schließlich nachgibt und sagt:“Komm heute um Mitternacht in meine Klause. Bade vorher, ziehe reinliche Kleidung an und bringe mir Süßigkeiten mit.“

Der Schüler kommt um Mitternacht, wie geheißen, in die Klause des Meisters. Er ist sehr aufgeregt, ob geheimen Lehren, die er zu erwarten hat und hat keine Kosten gescheut und die erlesensten Speisen mitgebracht.

In der Klause hat am Abend ein Essen stattgefunden und der Tisch und Boden ist bedeckt mit lauter schmutzigem Geschirr.

Der Meister begrüßt den Schüler freundlich und bittet ihn, seine Mitbringsel auf dem Tisch abzustellen.
Der Schüler aber ist empört und ruft:“Aber Meister, wie kann ich denn alle diese teuren und köstlichen Sachen zwischen all dem Schmutz abstellen? Lass mich erst ein wenig sauber machen!“

Da lächelt der Meister und sagt gütig:“Nun geh und praktiziere Pranayama!“.

Der Meister macht hier in dieser kleinen Geschichte dem Schüler auf eine liebenswerte Weise klar, dass wir uns auf die tieferen Yoga Erfahrungen vorbereiten müssen.

Pranayama ist Energiearbeit. Pranayama ermöglicht es aber auch, den physischen Körper zu reinigen und zu stärken und den Geist zu beruhigen.

Also heißt es üben üben üben….und nicht nur Asanas.

 

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